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15.11.2016, 12:23 Uhr
CDU will breite Diskussion zur künftigen Ein-wohnerentwicklung in Falkensee

In der vergangenen Sitzung
des Stadtentwicklungsausschusses hat die Verwaltung eine Wohnungsbauumsetzungsstrategie – kurz WUS – zur Beschlussfassung vorgelegt. Darin enthalten ist
ein Vorschlag, der zu einer Kehrtwende der
bisherigen Stadtentwicklungspolitik führen würde.
Statt der Konzentration von Wohnungsneubau
und -nachverdichtung im Stadtzentrum, soll
die Wohnungsbauentwicklung nach Vorstellung
der Planer und des Bürgermeisters künftig in
einem sog. „Siedlungsband“ erfolgen.
Diese Festlegung soll ermöglichen, dass ein
neuer Stadtteil auf der Grün- und
Erholungsfläche Spandauer Straße Nord
(zwischen Falkenmarkt und Shell-Tankstelle)
entstehen kann. Von 2.000 Wohneinheiten ist
die Rede, was einem Bevölkerungszuwachs
von über 5.000 Einwohnern entsprechen würde.

 

Fraktionsvorsitzende, Daniela Zießnitz, sagt dazu:

 

„Bevor wir einer solchen Entwicklung zustimmen, brauchen wir eine breite öffentliche Diskussion mit der Falkenseer Bürgerschaft. Schließlich wird ja gerade ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) erarbeitet, mit dem sich Falkensee auch ein Leitbild geben wird: Wo soll es hingehen mit der Gartenstadt? Wie viel Einwohner kann unsere Infrastruktur verkraften? Wann kollabiert der Verkehr? Und welche Auswirkungen hätte ein weiteres exorbitantes Wachstum auf unsere Sozialstruktur?

 

Diese Diskussion ist noch nicht zu Ende geführt. Mit einer vorschnell beschlossenen WUS hätten wir diese auch abgewürgt und Vorfestlegungen getroffen. Das kann keiner wollen.

 

Auf Antrag der CDU-Fraktion ist die WUS nun zur Überarbeitung in die Verwaltung zurückgegeben worden. Mit breiter Zustimmung im Ausschuss ist die Ausweisung eines neuen „Siedlungsbandes“ abgelehnt worden. Die Ausweisung von Wohnbauflächen soll sich zunächst – wie es bisher auch Konsens war - auf das Zentrum und arrondierende Bereiche konzentrieren, vor allem um das Zentrum zu stärken. Die arrondierenden Bereiche sollen es der Gegefa GmbH ermöglichen, Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau zu beantragen. Die überarbeitete WUS soll dann im Januar erneut vorgelegt werden. Darin enthalten sollen dann auch die Wohnbauflächen sein, die heute schon bebaut werden könnten, immerhin mit einem Potenzial von 1.800 Wohnungen.

 

Ob und in welchem Umfang darüber hinaus Bedarf für weitere Wohnbauflächen besteht, wollen wir dann anschließend diskutieren, auch mit Experten, aber vor allem mit den Bürgerinnen und Bürgern.

 

Unsere Auffassung ist, dass Falkensee angesichts der vielen Möglichkeiten für Lückenschlüsse und Nachverdichtungen keinen neuen Stadtteil braucht. Falkensee soll nach unserer Vorstellung maßvoll und dem naturnahen Charakter unserer Stadt entsprechend wachsen. Damit sollte der Bedarf in den kommenden Jahren gedeckt werden können, auch im Segment des sozialen Wohnungsbaus, wo sich u. a. die Gegefa GmbH mit der Realisierung von zwei Projekten engagieren will. Dieser Überzeugung entsprechend wollen wir uns in die Diskussion einbringen.“

 

 

 

Daniela Zießnitz

CDU Fraktionsvorsitzende


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