März 21, 2021

Die CDU-Fraktion Falkensee fordert Bürgermeister Heiko Müller auf, sich als Vertreter des Schulträgers „mit aller Energie für kreative Lösungen zur Versorgung der Falkenseer Schulen mit Breitbandanschlüssen einzusetzen“, so ihr Vorsitzender Hans-Peter Pohl. Wenn Anschlüsse ans Glasfasernetz zeitnah nicht machbar seien, dann müssten „unbürokratische, schnell umsetzbare mobile Lösungen gefunden werden, in ersten Schritten für die weiterführenden Schulen“. Pohl verweist auf die „ersten positiven Erfahrungen am Lise-Meitner-Gymnasium mit der Beschaffung von 20 mobilen Breitband-Anschlüssen durch dessen Förderverein“, von denen ihm der Vorsitzende des Fördervereins Tom Schaak berichtet hat. 

Nach Recherchen von Sven Steller, der die CDU-Fraktion im Bildungsausschuss vertritt, bieten die großen Mobilfunkanbieter leistungsfähige mobile WLAN-Router wie z.B. den Giga-Cube von Vodafone mit einer Leistungsstärke von 500 GB pro Monat für 64 Nutzer zu rund 75 Euro/Monat an. Eine Ausstattung der Falkenseer Schulen mit diesen Geräten, ggf. zusätzlichen Mobilfunkantennen zur Empfangsverbesserung wäre, so Steller, in wenigen Wochen möglich. Als Beispiel macht Steller folgende Rechnung auf: Die Belastung des städtischen Haushalts für eine erste Anschaffung von 100 Geräten würde sich auf 90.000 Euro oder bei Anschaffung von 200 Geräten auf 180.000 Euro im Jahr belaufen. „Dazu braucht es keine Einschaltung eines Planungsbüros, das kann die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit den Schulen mit etwas gutem Willen selbst in kurzer Zeit stemmen“, so Steller. 

Gleichzeitig will die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung am 14. April für eine interfraktionelle Initiative werben, mit der die Bundespolitik aufgefordert wird, Einfluss auf die Telekom zu nehmen, die Breitbandversorgung der Schulen vorrangig vorzunehmen, so wie auch Staatsministerin Dorothée Bär im Januar im ZDF-Morgenmagazin entsprechende „pragmatische Lösungen“ bei der Umsetzung des Digital-Pakt Schule und des Breitbandförderprogramms gefordert hat, um den Schulen und den Schulträgern der Weg in die Digitale Bildung zu ebnen. 

Hintergrund der Initiative sind die Planungen der Telekom, die Haus-Anschlüsse, auch die der Schulen, als letzten Schritt im Rahmen des Glasfaserausbau-Projekts der Bundesregierung umzusetzen, was frühestens 2024 zu erwarten ist. Pohl: „Auch wenn dies betriebswirtschaftlich verständlich erscheint, muss es doch gerade wegen der Erfahrungen aus der Corona-Pandemie möglich sein, die Bau-Abläufe zu korrigieren, um die Schulen schnellstmöglich mit einem leistungsfähigen WLAN-Netz zur Nutzung von digitalen Medien im Unterricht auszustatten.“ 

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